zurück

Mitgliederversammlung 2011

Effizienteres Baustellenmanagement umgehend erforderlich

Klare Worte fand die diesjährige Mitgliederversammlung der City Initiative Karlsruhe (CIK) in Sachen Bautätigkeit rund um die Kombilösung in Karlsruhe: Die großflächige Behinderung vor allem der Stadtzugänge durch Baustellen erschwere zunehmend den Zugang in die Stadt. Für massiven Ärger bei den Bürgern, Besuchern wie Berufspendlern sorge vor allem die mangelnde Informationspolitik und ein desolates Baustellenmarketing seitens der Stadt und der KASIG. Zahlen des Einzelhandels belegen: Die Kundenzahlen in der Innenstadt gehen zurück beziehungsweise die Zahl der Beschwerden von aufgebrachten Kunden nimmt deutlich zu.

Die CIK, als mitgliederstärkste Vertretung des Karlsruher Handels, der Dienstleister, Gastronomie, Hotellerie und Kultureinrichtungen, fordert daher ein verstärktes, effizienteres Baustellenmanagement sowie umfassende Marketingmaßnahmen, die trotz Baustellensituation eine besucherfreundliche wie besucherattraktive Positionierung der Stadt forcieren. Auch die Verlängerung der Bauzeit um ein Jahr wurde als untragbar für die Gesamtsituation der Innenstadt und ihre unmittelbare Zukunft angemahnt.

Einstimmig forderten die CIK-Mitglieder und Vorstand Rathaus, Ämter und „KASIG“ auf, die untragbare Situation umgehend zu ändern. Es müsse zügiger gebaut werden, zudem dürfe es keine weiteren neuen Baufelder als die aktuell eingerichteten geben. Darüber hinaus plädiert die CIK für eine deutlich verbesserte Zusammenarbeit und Absprachen zwischen den Ämtern. „Die Baumaßnahmen müssen transparenter und die Verkehrssituation in Karlsruhe müsse augenblicklich geändert werden. Auch die Parksituation müsse deutlich verbessert werden“, so die Forderungen der CIK.
„Die Baustellen funktionieren nicht, die Verkehrssituation ist untragbar, die Stadt ist ein einziger Stau“, betonte Gabriele Calmbach-Hatz, Vorstandsvorsitzende der CIK. Erkennbar sei, dass weniger Besucher in die Stadt kämen. Überall gebe es in der Stadt Behinderungen. „Die Stadt muss eben was tun“, betonte die CIK-Vorsitzende unter kräftigem Applaus der Mitglieder. Die Versammlung forderte Rathaus, Ämter und die KASIG einstimmig auf, die untragbare Situation umgehend und nachhaltig zu ändern: „Eine Verlängerung der Bauzeit um ein Jahr ist auch eine Verlängerung der Leidenszeit um ein Jahr und damit eine verlängerte finanzielle

Defizitsituation für alle Akteure des Karlsruher Handels, der Dienstleister, der Gastronomie, der Hotellerie und der Kultureinrichtungen. Das können wir nicht hinnehmen! Die aktuelle Situation ist eine Katastrophe!“
Die Versammlung gab der Stadt zudem einiges mit auf den Weg: Sie fordert die Stadt auf, auf weitere Baugruben und auf den Rückbau von zentralen Straßen zu verzichten, ein uneingeschränkte Erreichbarkeit der Stadt sowie eine optimierte Ausschilderung und Verkehrsführung. Auch die momentane Parksituation sei untragbar und besucherfeindlich. Die CIK-Mitglieder forderten bei Ihrer Jahresversammlung mehr Parkflächen, die Umwidmung von Parkplätzen öffentlicher Einrichtungen an Samstagen, die Rücknahme der Parkgebühr-Erhöhung sowie die Annahme der Münze KARLSRUHER an öffentlichen Parkautomaten.

Die CIK schaut dennoch auf ein gutes Jahr zurück. Die Zahl der Mitglieder stieg erneut – jetzt auf 554 direkte Unternehmen. Indirekt werden rund 3.500 Unternehmen durch die CIK als Dachorganisation von Handel, Gastronomie, Hotellerie, Handwerk, Dienstleistung, Medien sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vertreten. „Wir bündeln die Kräfte, um im Standortwettbewerb für die Einkaufs- und Erlebnisstadt Karlsruhe erfolgreich zu sein“, so Citymanager Sascha M. Binoth.